Mittwoch, 31. März 2010

verlorene Vorostereier

als ich im 'New York Barclay' die besten Eggs Benedict der Welt aß, wurde meine Liebe zu pochierten Eiern geweckt. das perfekt gekochte Ei muss für mich glibberfreies Eiweiß haben, aber das Eigelb muss noch flüssig sein. beim Spiegelei und beim Pochieren kann man dies am besten kontrollieren, denn da kann man ja direkt drauf gucken. beim Pochieren braucht man halt keine Butter...


schon oft hatte ich diese Eier zu nem Salat gemacht. meist Caesar Salad. es sollte aber was neues sein. da fiel mir ein, dass Anja und Thomas ab und zu von leckeren Eiern in Senfsauce erzählt haben. Senf?! die Beiden haben eigentlich einen sehr guten Geschmack...


da ich also noch nie Eier in Senfsauce gegessen, geschweige denn gekocht hatte, habe ich mich von diesem Rezept inspirieren lassen. eigentlich war es einzig eine Bemerkung, die ich aus dem Rezept genommen habe: "... bis eine dickliche Bechamelsauce entsteht." 


Ah Ha! Bechamelsauce!


also habe ich meine normale Bechamelsauce gemacht und sie mit einer Tüte Weißwurstsenf und einem TL Dijonsenf  abgeschmeckt. so hatte ich beides: süß und scharf.


dazu gabs eben die pochierten Eier und Pastinaken-Kartoffelpü.


vielleicht nicht das beste Timing so kurz vor Ostern. aber supereinfach und superwohlschmeckend! und vegetarisch!

Donnerstag, 25. März 2010

zurück mit Claresse

Claresse?! ich hatte noch nie was von der Fischart gehört. darum zögerte ich den Fisch zu kaufen, als ich ihn hier in Brabant - weit weg vom Meer - im Supermarkt sah. im meeresnäheren Amsterdam gabs den nicht. aber der Fisch war preiswerter als die anderen Fischarten. "was billig ist, kann nicht am Aussterben sein", dacht ich mir und kaufte ihn. beim Auspacken musste ich an den Satz von Steffen Henssler denken: "guter Fisch darf nicht nach Fisch riechen." das tat er auch nicht. nachdem er sich dann zudem noch als grätenfreies Filet und als sehr wohlschmeckend zeigte, musste ich wissen was ich da auf den Teller gebracht hatte. denn die Kombination aus günstig, gute Qualität und lekker ist in den Niederlanden nicht so häufig bei Lebensmitteln anzutreffen. aber das ist ne andere Geschichte...
nach kurzem Googeln fand ich dieses Video von Quarks & Co.
cool, der ist von hier! vielleicht sogar aus Sint Oedenrode? wer hätte das gedacht!
ist aber auch wieder irgendwie ein typisch niederländisches Lebensmittel: wer sich auf Kunstgemüse spezialisiert, kann auch auf Kunstfisch kommen.
dass sie bei der Zucht keine Antibiotika benötigen und dass WWF die Zucht dieser Fischart unterstützt, gab mir Vertrauen und der Fisch kommt jetzt regelmäßig bei uns auf den Speiseplan. wobei das WWF Argument nicht mehr zählt, seit ich in nem Fernsehbericht gesehen habe, dass sie auch mit dem weltgrößten Lachszüchter zusammenarbeiten. auch wieder so ne Geschichte...

heute fiel meine Rezeptwahl auf Fischfilet mit Raukehaube aus der Zeitschrift "Brigitte Cookie", die es leider nicht mehr gibt.

wie immer habe ich das Rezept angepasst:
  • 2 Claressefilets salzen (grobes graues Meersalz), pfeffern und in olivengeölte Auflaufform legen.
  • um zu viel Flüssigkeit zu vermeiden, das Fischfilet statt mit Tomatenscheiben mit gewürfeltem Fruchtfleisch von 3 Tomaten belegen. also ohne Kerne.
  • darüber dann 3 in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln
  • als Abschluss ein Guss aus:
    - 150g griechischer dicker Yoghurt (2%)
    - 1 Eigelb
    - Salz, Pfeffer, pikantes Paprikapulver und Knoblauch
    - ein paar Spritzer Zitrone
    - 1 Bund Rauke, klein gehackt
    - 1 Eischnee
am Rand der Auflaufform war noch Platz für ein paar vorgekochte Kartoffeln als Beilage. die so mit aufgewärmt und gebräunt wurden.
das Ganze ging dann für ca. ne halbe Stunde bei Stufe 5 in den Ofen.

mmmmh!
auf Wunsch von David habe ich meine Rezeptanpassungen hier aufgeschrieben, damit es beim nächsten Mal wieder ebenso wohlschmeckend gelingen wird.


Dienstag, 23. März 2010

Pause

wir haben uns was eingefangen. mein Appetitlevel liegt bei ca. -100. da will ich nicht an Essen denken.

Sonntag, 21. März 2010

wieder versöhnt

der Backofen und ich sind wieder Freunde. Kuchen und Pizza gelangen sehr gut!

aber ich habe nach dem Debakel auch auf null Risiko gespielt. damit ich Blondchen nicht wieder die Zeit vergesse, habe ich sie vom Timer meines Handys überwachen lassen. das galt erst für den Kuchen und dann für die Pizza, denn die essen wir auch lieber rot-bunt als schwarz.

0 Risiko war auch mein Motto bei der Rezeptwahl für den Kuchen, indem ich aufs allseits bewährte Zwergenstübchen Backbuch zurück griff. denn wer mit dem Buch keinen ordentlichen Kuchen hin bekommt, ist selbst schuld. zwar habe ich dieses mal kein Rezept komplett nachgebacken, aber ich wusste, dass der Mürbteig von Seite 48 immer gelingt. am Rande erwähnt: der dortige Aprikosen- oder Pfirsichkuchen ist einer meiner liebsten Sommerkuchen.
den Belag hab ich mir dann wieder selbst ausgedacht.
zunächst habe ich den ungebackenen Mürbteig mit einer Packung TK Brombeeren belegt.
darauf kam dann ein Guss aus 3 Eigelb, 100g Zucker, 1Pk Vanillezucker, 1 Becher Ricotta, 3 EL Creme Fraiche, 1 EL Maisstärke  und Eischnee von den 3 Eiweiß.
das ganze ging dann bei Stufe 4,5 für ca. ne Stunde in den Ofen.

das Resultat sah so aus:





komisch, der Kuchen sieht auf dem Bild dunkler aus als er ist.

egal! er ist wohlschmeckend!

Samstag, 20. März 2010

heut kams mir spanisch vor

eignetlich bin ich ja nicht so ein Fan der spanischen Küche. Tapas sind ok. was ich sonst noch probiert hatte, fand ich ziemlich unaufregend.

aber ich wollte Platz in unserem mini Gefrierfach schaffen. und bevor ich meine tägliche Kalorienzufuhr mit New York Super Fudge Chunk deutlich überdosiere, musste eine Packung Meeresfrüchte dran glauben.

bei der Rezeptsuche bin ich wieder bei Chefkoch.de gelandet. komisch - eigentlich hab ich sonst nur selten von dort was ausprobiert. bin eigentlich eher ein Anhänger von Essen-und-Trinken.de. vielleicht weil ich befürchtete, dass die Paella sehr tröge werden könnte, hoffte ich dort jemanden mit ner peppigen Idee zu finden. meine Suche wurde mit diesem Rezept belohnt. es hat sehr euphorische Kommentare. genau was ich suchte: eine Paella, die begeistert.

natürlich konnte ich mich wie immer nicht 100% ans Rezept halten:
  • da waren ja die TK Meeresfrüchte. weil ich die Muscheln also nicht mehr kochen musste, hab ich den Weißwein dazu getrunken. Soave.
  • den Fisch hab ich weg gelassen, da in den Meeresfrüchten Surimi drin war. scheint ja auch irgendwie aus Fisch gemacht zu sein. hab ich mal gehört.
  • auf den Speck habe ich verzichtet. sonst hätt ich mir ja gleich Ben & Jerry auf die Hüften laden können.
  • die Tomaten kamen natürlich aus der italienischen Dose und nicht aus dem holländischen Gewächshaus.
Fazit: für eine Paella superlecker!

heute mit Beweisfoto:

From wohlschmeckend

Donnerstag, 18. März 2010

ausgerechnet

da starte ich heute meinen neuen Blog übers Kochen und gerade dann gelingt mir nichts. ich hätte heut lieber meine Finger vom Kochen oder vielmehr vom Backofen lassen sollen.

Zuerst habe ich Mamas leckere Sauerkirschmarmelade in Hefeteig gefüllt. ist soweit keine dumme Idee! das Backresultat hatte dann aber mit Buchteln in etwa so viel zu tun wie ich mit Claudia Schiffer. - Na ja immerhin ist ihr erster mein zweiter Vorname - jetzt überlege ich, ob ich die Betonbuchteln aufmeiseln soll, um wenigstens die Marmelade raus zu lutschen.

das zweite Missgeschick nenne ich Schinken-Käse-Hörnchen alla Carbonara. also nach Art des Köhlers. denn die von mir produzierte Kohle hätte jeden Köhler vor Neid erblassen lassen. ok meine eigene Schuld, wenn ich die Back-Wartezeit mit nem Anruf bei Mama überbrücken will und das mit nem Headset an den Computer gefesselt...

neuer Tag neues Glück...

irgendwas mit Chicorée


hatte noch Chicorée im Kühlschrank.

es sollte mal was anderes sein als üblich. also nicht mit Schinken einwickeln und mit Käsesauce überbacken.

die Wahl fiel auf dieses Rezept von Chefkoch.de 

eigentlich bin ich Lessmeatarier. darum hatte ich etwas Skrupel, direkt mit nem Fleischgericht zu starten. aber ich dachte mir: "wenn das Rezept gut ist, kann ich ja das Hackfleisch nächstes mal durch etwas vegetarisches ersetzen."

ich habe mich für meine Verhältnisse ziemlich strikt an das Rezept gehalten.

Ausnahmen:
  • den Chicorée habe ich im Dampfgarer  gedämpft
  • ich habe das Hackfleisch zusätzlich mit Paprikapulver gewürzt
  • da es in Brabant keinen Schmand gibt, habe ich Creme Fraiche genommen 
  • ich hatte noch Kassler übrig, der weg musste. also klein schneiden und zum Hackfleisch dazu
als Beilage gabs leckeren Sellerie-Kartoffel-Stampf. Reis hätte aber auch gut gepasst.

Foto habe ich keins gemacht, denn das Ergebnis sah etwas gräülich-unlecker aus.

es war aber yummylekker! die Kombi Chicorée-Rinderhack-Apfel passt perfekt!

noch ein Blog übers Kochen?

spätestens nach dem großartigen Film 'Julie and Julia' dürfte wohl jeder mehr oder minder kochbegabte Mensch die Idee gehabt haben einen ähnlichen Blog zu beginnen. doch ich erhebe ja nicht den Anspruch besonders originell zu sein...